Brandenburger U17-Ringeradler erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften
- Ringerverband Brandenburg

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Den Auftakt zu den diesjährigen Deutschen Meisterschaften machten vom 06.-08.03.2026 die Brandenburger Ringeradler der U17, die am Regionalstützpunkt Luckenwalde (Griechisch-Römisch) und in Aschaffenburg (Freistil) um die Titel und Medaillen kämpfen durften.
Im Freistilbereich begrüßte der Hessische Ringerverband 168 Starter aus 18 Landesverbänden. Besonders hervorzuheben ist aus Brandenburger Sicht die Goldmedaille für Elias Bolich (RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder)) in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 71kg. Er dominierte sein Feld und gewann souverän den Titel des Deutschen Meisters. Mit seiner sportlichen und mentalen Stärke erreichte er nicht nur das erhoffte Turnierziel, sondern kann nun zudem hoffnungsvoll in Richtung der U17-Europameisterschaften blicken. Eine weitere Medaille sicherte sich der für den RCG Potsdam startende Henning Müller in der Gewichtsklasse bis 80kg. Er siegte im entscheidenden Duell um Bronze gegen seinen Vereinskameraden Robert Schläfke, nachdem beide zuvor nur denkbar knapp ihre entscheidenden Poolkämpfe verloren geben mussten. Angesichts des starken Teilnehmerfeldes können die beiden Ringeradler sehr stolz auf ihr Ergebnis sein, auch wenn das Aufeinandertreffen ausgerechnet im kleinen Finale natürlich unglücklich war.
Auch die jüngeren Athleten untermauerten den Gruppenerfolg, der auf die gute Entwicklung unserer Ringeradler hindeutet. Adam Bolich vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) belegte in der Gewichtsklasse bis 65kg mit je zwei Siegen und zwei Niederlagen mit guter Leistung einen beachtlichen 10. Platz. Auch die Leistung von Theodor Caven (1. Hennigsdorfer RV) in der Gewichtsklasse bis 80kg ist mit seinem 18. Platz positiv zu bewerten. Er setzte die Vorgaben der Trainer um und zeigte, dass er trotz naturgemäß noch bestehender Nachteile im technischen und Kraftbereich auch in dieser Gewichtsklasse bereits mitringen kann und dabei auch Chancen auf einen Sieg hatte. Der für den 1. Luckenwalder SC startende Lion Schulz vom Regionalstützpunkt aus Luckenwalde erzielte zudem mit seinem 6. Platz in der Gewichtsklasse bis 51kg ein gutes Ergebnis für sein 2. Kadettenjahr.
Als weitere Brandenburger Starter belegten Eddie Herm vom RCG Potsdam in der Gewichtsklasse bis 80kg den 17. Platz sowie Fabian Triebandt vom 1. Luckenwalder SC den 19. Platz, während Justin Lucht vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) in der Gewichtsklasse bis 71kg nach zwei knapp verlorenen Kämpfen Platz 21 belegte.
Neben den Brandenburger Sportlern verdienen auch die Resultate der Athleten, die für andere Landesverbände antreten, besondere Anerkennung. Diese gehören zu den Trainingsgruppen in Luckenwalde und Frankfurt (Oder). Eymen Cobanoglu (SV Preußen Berlin), der in Frankfurt (Oder) trainiert, sicherte sich die Silbermedaille in der Gewichtsklasse bis 92 kg. In der Kategorie bis 110 kg holte Aiven Paul Frömming (SV Luftfahrt Berlin), der am Regionalstützpunkt Luckenwalde trainiert, die Bronzemedaille. Zudem erreichte Tony Asch (RV Lübtheen) aus Luckenwalde den 9. Platz in der Klasse bis 55 kg, während Armin Rüter (Demminer RV) in der Kategorie bis 65 kg auf Rang 19 landete. Vom Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder) belegte David Bartel (SV Preußen Berlin) ebenfalls den 9. Platz. Noah Berndt (SV Preußen Berlin) kam in der Kategorie bis 65 kg auf Platz 22, und Lukasz Kyc (SV Preußen Berlin) beendete das Turnier in der Klasse bis 71 kg auf dem 16. Rang.
Als Gastgeber am Regionalstützpunkt Luckenwalde durften wir 146 Teilnehmer aus 17 Landesverbänden für die Deutschen Meisterschaften in der klassischen Stilart begrüßen. Die neun Athleten aus Brandenburg holten drei Medaillen, was ein solides Ergebnis für die Ringeradler bedeutet.
Erik Paul Wegner vom RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) wurde Vizemeister in der Gewichtsklasse bis 45kg; es war sein zweiter Silbertitel bei Deutschen Meisterschaften und als jüngster Jahrgang ein besonderer Erfolg. Francis Muoh vom 1. Luckenwalder SC wurde Zweiter im nordischen System der Gewichtsklasse bis 110kg, während sich Toralf Reich (RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder) die Bronzemedaille in dieser Gewichtsklasse sicherte. Er holte sich den verdienten Erfolg für seine harte Arbeit und signalisiert Potenzial, auch wenn er nächstes Jahr in die U20 wechselt.
Ludo Zimmermann (RSV Hansa 90 Frankfurt (Oder)) landete in der Gewichtsklasse bis 60kg auf Platz 6 in einem stark besetzten Pool, näherte sich aber spürbar an höhere Ränge an. Arthur Kinas (1. Luckenwalder SC), zuletzt Medaillengewinner bei den Deutschen Meisterschaften der U14, sammelte erste Erfahrungen bei den Kadetten und landete auf Platz 13. Mutige Einsätze zeigten Maddox Martinke und Mika Schmidtke (beide 1. Hennigsdorfer RV), die für ihre Herangehensweise teilweise bestraft wurden, aber ihr Potential zeigten. Maddox belegte Platz 14 in der Gewichtsklasse bis 65kg, während sein Vereinskamerad in der Gewichtsklasse bis 80kg einen guten 8. Platz belegte. Maxim Mollenhauer, der abseits der Sportschule trainiert, hielt sich wacker und belegte in der Gewichtsklasse bis 65kg den 22. Platz. Alexander Grimm vom 1. Luckenwalder SC schied in der Gewichtsklasse bis 92kg verletzungsbedingt als Neunter aus.
Auch hier sollen nicht die Starter anderer Landesverbände unerwähnt bleiben, die an den Stützpunkten in Luckenwalde und Frankfurt (Oder) trainieren. Nikolas Lieder (SV Luftfahrt Berlin) drang in der Gewichtsklasse bis 92 kg ins Finale vor und holte letztlich die Silbermedaille. Aaren Köhler (TUS Hellersdorf) erkämpfte sich in der Gewichtsklasse bis 42kg die Bronzemedaille, während Luca Schmal (RV Lübtheen) in der Gewichtsklasse bis 71kg Platz 4.
Ein großes Kompliment und ein großer Dank ist hier auch den Organisatoren des 1. Luckenwalder SC auszusprechen, die eine perfekte Meisterschaft auf die Beine gestellt haben. Die zahlreichen Helferinnen und Helfern, allen voran Ulrich Franke, haben gezeigt, was durch Begeisterung für unseren Sport und Zusammenhalt erreicht werden kann.
Mit diesen Leistungen bei den U17-Deutschen Meisterschaften festigt der Ringerverband Brandenburg seine Position im deutschen Nachwuchsringen. Gold, Silber und Bronze – ergänzt durch beeindruckende Kämpfe und sichtbare Fortschritte – zeugen von der gelungenen Arbeit an den Sportschulen Frankfurt (Oder) und Luckenwalde. Weiter so – Brandenburgs Ringer sind bereit, auch in der nächsten Saison anzugreifen!
(Text: Michael Caven)







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