Ringen / Weltmeisterschaften der Männer und Frauen vom 1. bis 9. Oktober in Oslo (NOR)

Aktualisiert: Nov 22

Lisa Ersel und Eyleen Sewina scheiden in der Hoffnungsrunde aus dem WM-Geschehen aus


Oslo – Für die drei Ringerinnen aus dem Bundesstützpunkt sind die Weltmeisterschaften in Oslo beendet. Am weitesten drang Lisa Ersel in der leichtesten Gewichtsklasse bis 50 Kilo in die Weltspitze vor. Die 22-jährige gewann ihren Auftaktkampf im Achtelfinale gegen Emilia Budeanu (MDA) nach spannendem Kampfverlauf mit 3:2 Punkten.

Doch im Viertelfinale wartete dann die Dritte der Olympischen Spiele von Tokio, Sarah Hildebrandt (USA) auf die deutsche Ringerin. Gegen diese Ausnahmeathletin, die seit 2013 das Geschehen in dieser Gewichtsklasse maßgeblich mitbestimmt, war Lisa Ersel beim 0:10 chancenlos. Doch die US-Ringerin erreichte das Finale, damit konnte die deutsche Starterin aus dem Bundesstützpunkt Frankfurt(O.), die beim SV Luftfahrt Berlin das Ringer-A-B-C erlernte, in der Hoffnungsrunde weiter kämpfen. Doch dort wartete mit Bogdana Kokozei-Yashchuk eine der starken Ukrainerinnen auf Lisa Ersel, diese Begegnungen endete mit einem Schultersieg der Ringerin aus der Ukraine. Damit beendete Lisa Ersel das WM-Turnier auf dem 11. Platz.


Trotz ihrer 0:11-Auftaktniederlage gegen Irina Ringaci (MDA) rückte Eyleen Sewina (65 kg) in die Hoffnungsrunde, da die Ringerin aus Moldawien das Finale erreichte, wo sie am Ende Silber gewann. Doch auch in der Hoffnungsrunde erlosch der Traum von Bronze für Eyleen Sewina, die in diesem Duell von Malin Johanna Mattsson (SWE) auf beide Schultern gedrückt wurde.


Nur einen Kampf bestritt Francy Rädelt (76 kg), die gegen Zagardulam Naigalsuren (MGL) stark begann und auch schon mit 6:0 Punkten führte, als die Ringerin vom RSV Hansa 90 Frankfurt(O.) den Faden verlor und Punkt auf Punkt an die Mongolin abgab, die Francy Rädelt immer wieder aus der Kampffläche schob. Auf die dritte Verwarnung an Francy Rädelt folgte die Disqualifikation und das vorzeitige Ende des Kampfes. Da die Mongolin das Finale nicht erreichte, konnte Francy Rädelt auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde neu ins Kampfgeschehen eingreifen und schied aus.


An den letzten WM-Tagen treten die Männer im griechisch-römischen Stil auf die vier Matten in der Arena Jordal Amfi, in der sonst Eishockey gespielt wird. Die Bilanz des deutschen Teams ist mit einmal Bronze durch Freistilringer Horst Lehr (57 kg) und die Silbermedaille, die Nina Hemmer (55 kg) bei den Frauen gewann, durchaus zufriedenstellend, zumal gerade die Bronzemedaille von Horst Lehr das erste Edelmetall im Freistil seit WM-Silber durch Alexander Leipold 1999 für den Deutschen Ringer- Bund ist. Geschichtsträchtig!



Bericht und Foto von Jörg Richter

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