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Mitteldeutsche Meisterschaft der Männer und Frauen in Werdau

13 Titel gehen an Ringer aus dem Bundesstützpunkt Frankfurt(O.) und dem DRB-Regionalstandort Luckenwalde


Werdau – 100 Ringer und Ringerinnen aus 33 Vereinen kämpften am vergangenen Samstag in Werdau um die Mitteldeutschen Meistertitel. Zwar verteilten sich die Athleten auf jeweils 10 Gewichtsklassen im Freistil, griechisch-römischen Stil und bei den Frauen, dennoch war das Niveau sehr gut, zudem auch geflüchtete Ringerinnen aus der Ukraine und eine ungarische Trainingsgruppe an den Wettkämpfen teilnahmen.


Der Zweckgemeinschaft Ringen in Mitteldeutschland sind die Landesverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin und Brandenburg angeschlossen. Da die Titelkämpfe der Zweckgemeinschaft Mitteldeutschland 'offen' ausgeschrieben werden, können auch Ringer und Ringerinnen aus anderen Landesorganisationen teilnehmen.


Die Vereinswertung gewann der 1. Luckenwalder SC mit 39 Punkten, vor dem FC Erzgebirge Aue (35) und dem SV Warnemünde (25). Nur einen Zähler dahinter folgte der SC Roland Hamburg und auf Rang fünf kam die ungarische Vertretung mit 23 Punkten ins Ziel. Den sechsten Rang in der Vereinswertung belegte der RSV Rotation Greiz (22).

In der Länderwertung siegte Sachsen, vor Brandenburg und Thüringen.


Im Freistil dominierten die Ringer vom 1. Luckenwalder SC. Nach seiner Sperre war auch der Vize-Europameister von 2018 Martin Obst (1. Luckenwalder SC) wieder auf der Matte, der 35-jährige Routinier lieferte sich einen harten Kampf mit seinem jungen Vereinskameraden Richard Schröder, der im Vorjahr bei den Europameisterschaften der Junioren Bronze gewann und bei den Weltmeisterschaften dieser Altersklasse den 5. Platz belegte. Martin Obst gewann das spannende Duell mit 4:2 Punkten. Richard und Friedrich Schröder komplettierten den Medaillensatz in dieser Gewichtsklasse für den 1. Luckenwalder SC.

Die Kategorien im griechisch-römischen Stil waren nicht ganz so gut besetzt wie im freien Ringkampf, dennoch gab es sehenswerte Kämpfe zu sehen. Die Favoriten setzten sich mit Steven Ecker (60 kg), Marcus Thätner (72 kg) und Damian Hartmann (82 kg) souverän durch. Im Limit bis 77 Kilo gab es eine spannende Auseinandersetzung zwischen Mohammad Damankhoshk (1. Hennigsdorfer RV) und Maximilian Simon (SV GW Weißwasser), die 10:10 endete und durch die höheren Wertungen zugunsten des Hennigsdorfers endete, der damit auch Gold mit nach Hause nahm.


Gleich fünfmal Gold ging an die Damen aus dem Bundesstützpunkt Frankfurt(O.), die zudem zweimal Silber und eine Bronzemedaille verbuchen konnten. Dabei waren die geflüchteten Mädchen aus der Ukraine harte Konkurrenz im Teilnehmerfeld, die in Berlin aufgenommen wurden, ebenfalls starke Leistungen zeigten und den Ringerinnen aus dem Stützpunkt von der Oder das gesamte Können abverlangten. Schwerstarbeit hatte die Bronzemedaillengewinnerin der U-23-Europameisterschaft Luisa Scheel zu verrichten, die schon in Plovdiv eine Altersklasse übersprang und nun bei den Frauen kämpfte und ebenfalls Bronze gewann. Hier siegte ihre Trainingskollegin aus dem Bundesstützpunkt Frankfurt(O.) Eyleen Sewina, vor der Ukrainerin Olena Nikitinska.

Gleich fünf Duelle bestritt Josefine Purschke, die fünfmal die Matte als Siegerin verließ und mit souveräner Leistung den Mitteldeutschen Meistertitel gewann.



Fotos: Jörg Richter


Frauen

50 kg: 1. Platz, Michelle Schnapp (RSV Hansa)

53 kg: 1. Platz, Angelina Purschke (SV Warnemünde)

53 kg: 2. Platz, Amy Keller (RS Sudenburg)

57 kg: 1. Platz, Josefine Purschke (SV Warnemünde)

57 kg: 5. Platz, Laura Hinsche (RCG Potsdam)

68 kg: 1. Platz, Eyleen Sewina (RSV Rotation Greiz)

68 kg: 3. Platz, Luisa Scheel (SV Warnemünde)

76 kg: 1. Platz, Laura Kühn (SV Luftfahrt Berlin)

76 kg: 2. Platz, Aniela Karczmitowicz (SV Luftfahrt Berlin)


Männer GR

60 kg: 1. Platz, Steven Ecker (SV Warnemünde)

72 kg: 1. Platz, Marcus Thätner (RSV Hansa)

77 kg: 1. Platz, Mohammad Damankhoshk (1. Hennigsdorfer RV)

77 kg: 2. Platz, Maximilian Simon (Weißwasser)

82 kg: 1. Platz, Damian Hartmann (RSV Hansa)


Männer FR

70 kg: 1. Platz, Danylo Synytskyi (1. LSC)

79 kg: 3. Platz, Naim Abualjubain (1. LSC)

79 kg: 4. Platz, Jonas Kock (SC Roland Hamburg)

79 kg: 9. Platz, Leon Kolbe (1. LSC)

86 kg: 1. Platz, Martin Obst (1. LSC)

86 kg: 2. Platz, Richard Schröder (1. LSC)

86 kg: 3. Platz, Friedrich Schröder (1. LSC)

97 kg: 1. Platz, Ilja Matuhin (1. LSC)

125 kg: 1. Platz, Oliver Kock (SC Roland Hamburg)

125 kg: 2. Platz, Lucas Gansi (1. LSC)



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