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Baustelle Ringerverband Brandenburg

Aktualisiert: 22. Nov. 2021

Blossin - Beim Ringerverband Brandenburg wird gebaut ‘was das Zeug hält’, der Ringkampf als eine der ältesten Sportarten der Welt wird im Land zwischen Havel und Oder kräftig saniert. Die trainings- und wettkampffreie Zeit während der Corona-Pandemie wurde genutzt, um Konzepte zu erstellen, bzw. zu überarbeiten. Nun gehen die Ringer daran, diese auch umzusetzen. Das Trainerteam wurde noch einmal verstärkt und auch materiell unterstützen Landessportbund und das Ministerium für Jugend, Bildung und Sport im Rahmen ihrer Möglichkeiten.


Zudem wurde Anfang des Jahres der Spitzenbereich im Freistil von Luckenwalde an den Bundesstützpunkt nach Frankfurt(O.) verlegt, wo nun die Spitzenkader aller drei Stilarten (griechisch-römischer Stil, Frauen und Freistil) beheimatet sind. Luckenwalde bleibt Regionalstandort des Deutschen Ringer- Bundes, hier werden junge Ringer- und Ringerinnen bis zur 10. Klasse auf eine leistungssportliche Laufbahn vorbereitet.


“Die Unterstützung durch unsere Partner ist zugleich eine Herausforderung, der Blick unserer Spitzenathleten liegt auf den Olympischen Spielen 2024 in Paris”, so RVB-Präsident Danny Eichelbaum, der erst vergangene Woche für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt wurde.


Der Ringerverband Brandenburg wurde seit der Strukturberatung vor einem Jahr zur Großbaustelle. Angefangen bei einem neuen Auftritt in den sozialen Medien, über eine verstärkte Zusammenarbeit mit benachbarten Landesorganisationen, bis hin zu neuen Strukturen und dem Einsatz eines Bundesstützpunktleiters, soll der Ringerverband zurück in erfolgreiches Fahrwasser gesteuert werden. Immerhin kamen Olympiasieger Maik Bullmann (1992 in Barcelona), der 1996 auch olympisches Bronze in Atlanta gewann, sowie der Silbermedaillengewinner von Barcelona, Heiko Balz aus Brandenburg. 2008 gewann Mirko Englich, der in Frankfurt(O.) unter den Fittichen des damaligen Stützpunkttrainers Jörn Levermann trainierte, in Peking olympisches Silber.


Es folgte eine Durststrecke, die nun mit vielen Anstrengungen, auf allen Ebenen beendet werden soll. “Man kann es so bezeichnen, der Ringerverband Brandenburg ist eine Baustelle und ich freue mich, das so viele junge, ehemalige Leistungsringer mit anpacken, freut sich Danny Eichelbaum über tatkräftige Unterstützung.


Doch auch im Vereinswesen passiert gerade sehr viel, Strukturen werden gefestigt, das Vereinsleben nach der Corona-Pandemie neu belebt. Die Mitgliederzahlen konnten zum Stand von 2019 knapp gehalten werden, neue AG’s an Schulen sollen junge Talente finden, gleich mehrere Standorte sind im Begriff sich unter dem Dach des Ringerverbandes Brandenburg neu zu bilden.


Großbaustelle Ringerverband Brandenburg: am vergangenen Wochenende wurde der zweite Durchgang der Trainerweiterbildung im Jugendzentrum Blossin absolviert, bei dem 12 Nachwuchstrainer vom RVB-Bildungsreferenten Francis Weinhold weitere Punkte in Richtung C-Lizenz abarbeiteten, die sie dann nach dem dritten Abschnitt im Dezember erhalten sollen. Symbolträchtig wurde ein Baufahrzeug für das Gemeinschaftsfoto der Teilnehmer ausgewählt.

Bericht und Foto von Jörg Richter

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