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Starke Bilanz des RVB-Kleeblattes bei Ringer-EM in Kaspiisk (RUS) - Tag 6

Kaspiisk – Die Europameisterschaften der Ringer im russischen Kaspiisk sind Geschichte und die Bilanz der vier Teilnehmer aus dem Landesverband Brandenburg ließt sich beeindruckend.

 


So kämpfte sich Freistilringer Martin Obst (79 kg/1. Luckenwalder SC) mit beeindruckender, kämpferischer Leistung ins EM-Finale. Dort unterlag er zwar dem Lokalmatadoren mit 3:6 Punkten, ließ aber die etwa 4000 euphorischen Fans am Ende der Begegnung noch einmal um ihren Akhmed Gadzhimagomedow (RUS) zittern, denn Martin Obst startete Angriff auf Angriff, während der Russe immer schwächer wurde. „Ich habe gemerkt, dass ihm die Kräfte schwinden, das hat mich nochmal beflügelt, aber vielleicht habe ich diesen Endspurt auch etwas zu spät gestartet“, so der Berliner, der im Leistungszentrum Luckenwalde trainiert und dessen Leitspruch ist: „Kämpfen bis zum Schluss“.
„Das hat er auch gemacht, es war eine beeindruckende Leistung“, freute sich Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe für den 31-jährigen Routinier seines Teams.
Scheibe hatte Martin Obst, dessen internationale Laufbahn vor einigen Jahren schon beendet war, zurück in sein Team geholt und auch zu ihm gestanden, als er bei der Europameisterschaft vor einem Jahr in Novy Sad (SRB), nach nur einem Kampf sang und klanglos ausschied. Nun hat es der Kämpfer aus Luckenwalde allen Kritikern gezeigt und nach 11 Jahren wieder ein EM-Finale im Freistilbereich erreicht und am Ende Silber für den DRB gewonnen. Zuletzt war es Marcel Ewald, der 2007 in Sofia (BUL) EM-Silber gewann. Die letzte Goldmedaille für den Freistilbereich reicht gar weitere 9 Jahre zurück, Alexander Leipold holte 1998 in Bratislava (SVK) den letzten Freistil-EM-Titel.

Bei den Frauen war es Luzie Manzke (62 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.), die gleich in ihrem ersten Anlauf den 5. Platz erkämpfte. Frauen-Bundestrainer Patrick Loes stellte der jungen Frankfurterin ein gutes Zeugnis aus; „… Luzie Manzke hat bei ihrem Debüt im Frauenbereich eine ordentliche Leistung gezeigt und vor allem mit ihrem Auftaktsieg gegen die Türkin Derya Bayhan ein Achtungszeichen gesetzt“.  Nachdem ihre Vereinsgefährtin Francy Rädelt (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) bei der Weltmeisterschaft 2015 in Las Vegas (USA) ihren Einstand bei den Frauen feierte, klopft nun auch Luzie Manzke lautstark an die Türe und unterstrich ihre Ambitionen in Kaspiisk mit einem guten, 5. Platz.

Den Startschuss zur Europameisterschaft gaben vor einer Woche die Griechisch-Römisch-Spezialisten, bei denen sich auch Erik Weiß (67 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) ein Sonderlob von Bundestrainer Michael Carl abholte. Nach zwei Auftaktsiegen unterlag er gegen Frederik Bjerrehuus (DEN), gegen den er schon unzählige Trainingskämpfe absolviert hat. „Diesmal war er einfach besser“, gestand Erik Weiß nach dem Duell und musste zusehen, wie der Däne seinen Halbfinalkampf gegen den erfahrenen Schmagi Bolkwadze (GEO) verlor, was das Aus für ihn im Turnierverlauf bedeutete, denn nur wenn Bjerrehuus das Finale erreicht hätte, wäre für Erik Weiß der Weg in die Hoffnungsrunde- und vielleicht auch zu Bronze offen gewesen.
„Wir brauchen die erfahrenen Ringer, die unsere jungen Athleten helfen, im Männerbereich Fuß zu fassen“, hob Bundestrainer Michael Carl den Zusammenhalt und das Miteinander im Greco-Team, aber auch die gute Leistung des 30-jährigen Frankfurters hervor.
Unzufrieden reiste dagegen Schwergewichtler Christian John (130 kg/Eisenhüttenstädter RC) aus Kaspiisk ab, ein Fehler zum Beginn seines Kampfes gegen Mantas Knystautas (LIT) kostete ihm den Sieg- und am Ende auch eine bessere Platzierung. „Es fehlt ihm noch etwas an Stabilität“, setzte Bundestrainer Michael Carl weiter auf den Schwergewichtler aus dem Leistungszentrum Frankfurt(O.), der nach 2020 endgültig in die Fußstapfen des Olympia-Fünften von Rio 2016 Eduard Popp (VfL Neckargartach) treten soll.

„Wir sind stolz auf unsere vier EM-Starter, die in Kaspiisk starke Leistungen erzielt- und die Leistungszentren Frankfurt(O.) und Luckenwalde vorbildlich vertreten haben“, jubelte auch der Präsident des Ringer- Verbandes Brandenburg Danny Eichelbaum, der die Kämpfe der brandenburger Ringer im Live-Stream, am heimischen PC verfolgte und mitfieberte.

Sehr gut kam beim deutschen Team, aber auch bei den etwa 30 mitgereisten, deutschen Fans das Umfeld der Wettkämpfe an, denn die russischen Organisatoren sorgten für einen reibungslosen Ablauf und mit vielen Volontären auch für die Zufriedenheit der Athleten, Funktionäre und der Fans. An den letzten, beiden Tagen strömten in der Freistil-Hochburg etwa 4000 Zuschauer in die Ali-Aliev-Arena und sorgten lautstark für eine einzigartige Ringkampfkulisse.

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