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Junioren-Weltmeisterschaften in Macon (FRA) – Zusammenfassung




Macon – Die Generation Tokyo 2020 hat sich in der vergangenen Woche bei den Weltmeisterschaften der Junioren gezeigt und auch die deutschen Talente lieferten eine gute Visitenkarte in Frankreich ab. Zweimal Silber und einmal Bronze, so die Medaillenbilanz des Deutschen Ringer- Bundes, die deutschen Teams um DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis haben damit das selbst gesteckte Ziel erreicht.

 

Doch zufrieden war man in den Trainerteams der Griechisch-Römisch-Spezialisten, der Juniorinnen, sowie der Freistilringer nicht ganz, denn es wurden auch Schwächen offenbart, die es noch zu beheben gilt, Zamanduridis sieht sich mit seinen Bundestrainern Maik Bullmann (griechisch-römischer Stil), Rainer Kamm (Juniorinnen) und Jürgen Scheibe (Freistil) auf einem guten Weg, doch noch längst nicht am Ziel.

Eine starke Leistung bot Etienne Kinsinger (60 kg/GR/KSV Köllerbach), der sich durch starke Konkurrenz wühlte, im Halbfinale auch den starken US-Boy Taylor La Mont bezwang und dann im Finale Kaly Sulaimanov (KAZ) mit 1:2 unterlag.
'Hätte, könnte, wenn und aber'..., bei Alexander Ginc (55 kg/SAV Torgelow) wäre mit besserer Tagesform zumindest der Kampf um Bronze möglich gewesen, während Arian Güney (74 kg/KSV Ispringen) mit Ali Cengiz (TUR) gleich den Titelverteidiger aus dem Lostopf zog, gegen den er sich beim 1:3 wacker hielt. Cengiz erneut im Finale, Güney in der Hoffnungsrunde, der DRB-Kämpfer traf auch dort mit Toni Metsomäki (FIN) auf eine harte Nuss, die er nicht knacken konnte. Roland Schwarz (74 kg/ASC Bindlach) unterlag im Auftaktduell dem amtierenden Europameister Zsoltan Levai aus Ungarn mit 0:2 Punkten und schied aus, da Levai den Finaleinzug durch eine Unachtsamkeit 3 Sekunden vor Ende seines Halbfinalduells verpasste.

Doch auch der Ringer-Weltverband UWW hat im griechisch-römischen Stil einige Baustellen. Die durchaus gute Idee, durch den Wegfall der angeordneten Bodenlage nach Passivitätsverwarnungen den Nachwuchs zu mehr Wurftechniken zu bewegen, hat sich in vielen Kämpfen bewährt, doch oftmals wurde auch taktiert und die Kampfrichter entschieden – mehr-, oder weniger durch Verwarnungspunkte viele Duelle. Viele der jungen Ringer haben sich auch auf Ausheber und Bodentechniken spezialisiert, die damit ihrer Spezialtechniken beraubt wurden. „Unterschiedliche Regeln innerhalb einer Stilart machen keinen Sinn und der Bodenkampf gehört einfach zum griechisch-römischen Stil dazu“, so Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann, der damit vielen Trainern und Zuschauern aus dem Munde sprach, denn wenn einer der Ringer in die Bodenlage geriet, dann gab's auch meist ein Feuerwerk an Rollen und Aushebern.

Dennoch waren sie da, die Emotionen, die Würfe, der Kampf um die Fassart, um jeden Zentimeter Matte, der Jubel nach Siegen, die Enttäuschung nach Niederlagen – Typen wie der Ägypter Mohamed Ibrahim Elsayed Ibrahi Elsayed (66 kg), oder Islam Abbasov (Weltmeister 84 kg/AZE) und nicht zuletzt Etienne Kinsinger als Vizeweltmeister, prägen diese Stilart und begeistern die Zuschauer.


Bei den Juniorinnen war es vor allem Elena Brugger (51 kg/TuS Adelhausen), die nach dem Gewinn des Europameistertitels nun auch bei den Weltmeisterschaften zuschlug und verdient Bronze gewann. Vorbildlich, wie die Südbadenerin Punkte auskämpfte, so Zähler hinzu gewann, aber auch Angriffe ihrer Kontrahentinnen abwehrte. Ein Rohdiamant, der noch geschliffen werden muss. Während Viviane Herda (58 kg/AC Ückerath) und Laura Schmitt (44 kg/KSV Kirrlach) noch etwas Zeit und Kampferfahrung benötigen, um in den Ergebnislisten weiter nach oben zu klettern, blieben auch die Hoffnungen, die auf die beiden Vize-Europameisterinnen Luzie Manzke (63 kg) und Francy Rädelt (72 kg/beide RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) unerfüllt. Beide mussten in Führung liegend Niederlagen quittieren und schieden vorzeitig aus, genau wie Annika Wendle (48 kg/ASV Altenheim), die nur einen Kampf bestritt. Dagegen kämpfte sich Debora Lawnitzak (55 kg/SV Luftfahrt Berlin) als 'Mannschafts-Küken' - gerade mal von den Kadettinnen ins Juniorinnenteam aufgerückt, bis ins kleine Finale. Platz 5 nach zwei Siegen und zwei Niederlagen – ein ordentlicher Auftakt in dieser Altersklasse für die 18-jährige, die im Leistungszentrum Frankfurt(O.) gemeinsam mit Luzie Manzke und Francy Rädelt trainiert.


Höhen und Tiefen hatte auch Nachwuchs-Bundestrainer Jürgen Scheibe an den letzten, beiden Tagen in Macon zu überstehen, wo die Freistilringer das Geschehen auf den drei Matten übernahmen. Erik Thiele (96 kg/KFC Leipzig) marschierte unangefochten durch die Vorrunden, bis ins Finale, erst da wurde er von Hossein Lotfali Shahbazigzvar (IRI) gefordert. Nach der 1:7-Endkampfniederlage gegen den starken Iraner erhielt Erik Thiele die Silbermedaille ausgehändigt, Lohn für eine lange- und harte Saison, mit Siegen und Niederlagen zwischen EM-Bronze bei den Männern in Riga (LAT) und nun Silber bei der Junioren-WM in Macon (FRA). Die drei weiteren Freistilringer Viktor Lyzen (55 kg/SV Triberg), Benjamin Opitz (84 kg) und Marcel Böhme (120 kg/beide RV Thalheim) schieden am letzten Kampftag vorzeitig aus, wobei für Benjamin Opitz mit einem Sieg in der Hoffnungsrunde das kleine Finale um Bronze schon in Sichtweite war. Doch eine 1:3 Niederlage im zweiten Hoffnungsrundenduell gegen Krisztof Sadowic (POL) riss den Erzgebirger aus allen Träumen. Auch Marcel Böhme konnte nach seiner 0:10-Auftaktniederlage in der Qualifikation gegen den Russen Kazbek Khubulov in der Hoffnungsrunde weiter kämpfen, doch wartete dort mit Amir Reza Mohammad Jafar Amiri (IRI) gleich der nächste, harte Brocken, gegen den Böhme das Ergebnis mit 0:6 einigermaßen im Rahmen hielt.
Ringkampf pur war das Finale dieser Gewichtsklasse, der letzte Kampf der Junioren-Weltmeisterschaft von Macon, der noch einmal Ringkampf von seiner spannendsten Seite zeigte, denn Kazbek Khubulov (RUS) ging gegen Umar Israilov (AZE) durch Beinschrauben schnell mit 8:0 in Führung, verlor dann aber den Faden und der Aserbaidschaner holte gegen den immer schwächer werdenden Russen nicht nur auf, sondern ging mit 13:8 gar in Führung, als Khubulov mit letzter Kraft noch einen Wurf aus dem Ärmel zauberte und Israilov kurz vor Kampfende schulterte. Ein spannungsgeladener und emotionaler Schlusspunkt dieser Titelkämpfe in Macon.

Lob verdienten sich auch die drei deutschen Kampfrichter Petar Stefanov, Ingo Gleisberg und Karl-Peter Schmitt, die über die Woche hinweg Dauereinsatz auf den drei Matten hatten und so manch kniffliche Situation mit viel Fachwissen meisterten.

Und auch die Gastgeber zeigten mit Heerscharen von Helfern, das sie für die WM 2017 in Paris bestens gerüstet sind – nur an ihren Englisch-Künsten, da müssen die Franzosen noch feilen.

Jörg Richter




Statistik der JWM in Macon (FRA) vom 30.8.-4.9.2016
Freistil
50 kg
1. Spencer Richard LEE (USA)
2. Khurshid PARPIEV (KGZ)
3. Yerbulan SARKYTBAYEV (KAZ)
3. Aliabbas RZAZADE (AZE)
5. Roberti DINGASHVILI (GEO)
5. Engin CETIN (TUR)

55 kg
1. Afgan KHASHALOV (AZE)
2. Khasankhusein BADRUDINOV (RUS)
3. Gulomjon ABDULLAEV (UZB)
3. Daton Duain FIX (USA)
5. Takumi TASHIRO (JPN)
5. Andriy YATSENKO (UKR)
*
20. Viktor Lyzen (GER/SV Triberg).

60 kg
1. Peiman Bioukagha BIABANI (IRI)
2. Selim KOZAN (TUR)
3. Kezhik CHYMBA (RUS)
3. Shmagi TODUA (GEO)
5. Temurjon USMONOHUNOV (UZB)
5. Ilman MUKHTAROV (FRA).

66 kg
1. Enes Vahit USLU (TUR)
2. Akhmed USMANOV (RUS)
3. Orkhan ABASOV (AZE)
3. Yuhi FUJINAMI (JPN)
5. Valentin Marc Stéphane SANFRATELLO (FRA)
5. Vikas (IND).

74 kg
1. Mark John HALL II (USA)
2. Ahmad Yousef BAZRIGHALEH (IRI)
3. Nikita SUCHKOV (RUS)
3. Tariel GAPHRINDASHVILI (GEO)
5. Gheorghi PASCALOV (MDA)
5. Murad SULEYMANOV (AZE)

84 kg
1. Arsen-Ali MUSALALIEV (RUS)
2. Osman GOCEN (TUR)
3. Dzianis KHRAMIANKOU (BLR)
3. Gadzhimurad MAGOMEDSAIDOV (AZE)
5. Majid MURATOV (UZB)
5. Krzysztof Grzegorz SADOWIK (POL)
*
13. Benjamin Opitz (GER/RV Thalheim).

96 kg
1. Hossein Lotfali SHAHBAZIGAZVAR (IRI)
2. Erik Sven THIELE (GER/KFC Leipzig)
3. Kristof WITTMANN (HUN)
3. Znaur KOTCIEV (RUS)
5. Simone IANNATTONI (ITA)
5. Mandeep (IND)

120 kg
1. Kazbek KHUBULOV (RUS)
2. Umar ISRAILOV (AZE)
3. Huseyin Mehmet CIVELEK (TUR)
3. Amir Reza Mohammad Jafar AMIRI (IRI)
5. Mihaly NAGY (HUN)
5. Kamil Tomasz KOSCIOLEK (POL)
*
18. Marcel Böhme (GER/RV Thalheim).


Griechisch-römischer Stil
50 kg
1. Vladislav MELNIKOV (RUS)
2. Ilkhom BAKHROMOV (UZB)
3. Nugzari TSURTSUMIA (GEO)
3. Sergey SIMONYAN (ARM)
5. Mehdi Seifollah MOHSEN NEJAD (IRI)
5. Adilet TAALAIBEKOV (KGZ)

55 kg
1. Dato CHKHARTISHVILI (GEO)
2. Yo NAMBA (JPN)
3. Nuzupbek TOPCHUBAEV (KGZ)
3. Meysam Karamali DALKHANI (IRI)
5. Jacopo SANDRON (ITA)
5. Zhora ABOVIAN (UKR)
*
12. Alexander Ginc (GER/SAV Torgelow)

60 kg
1. Kaly SULAIMANOV (KGZ)
2. Etienne KINSINGER (GER/KSV Köllerbach)
3. Taylor Craig LA MONT (USA)
3. Seydylla TAZAYEV (TKM)
5. Oleksandr HRUSHYN (UKR)
5. Mikayil RAHMANOV (AZE)

66 kg
1. Ramaz ZOIDZE (GEO)
2. Kaharman KISSYMETOV (KAZ)
3. Islambek DADOV (AZE)
3. Mohamed Ibrahim Elsayed Ibrahi ELSAYED (EGY)
5. Malkhas AMOYAN (ARM)
5. Mohammad Hossein MORAD ELYASI (IRI)

74 kg
1. Tamerlan SHADUKAYEV (KAZ)
2. George Vlad MARIEA (ROU)
3. Zotlan LEVAI (HUN)
3. Akhmed KAYTSUKOV (RUS)
5. Abubakr ALIMOV (UZB)
5. Serkan AKKOYUN (TUR)
*
28. Roland Schwarz (GER/ASC Bindlach).

84 kg
1. Islam ABBASOV (AZE)
2. Ali CENGIZ (TUR)
3. Arman Yavar ALIZADEH ABDEVALI (IRI)
3. Bachir SID AZARA (ALG)
5. Vlas DUBROVIN (RUS)
5. Kiril Milenov MILOV (BUL)
*
14. Arian Güney (GER/KSV Ispringen).

96 kg
1. Giorgi MELIA (GEO)
2. Bopembe Arsen SYCHEV (BLR)
3. Tracy Gangelo HANCOCK (USA)
3. Ruslan BEKUZAROV (RUS)
5. Yuta NARA (JPN)
5. Kevin BAUMANN (EST)

120 kg
1. Zviadi PATARIDZE (GEO)
2. Osman Kenan YILDIRIM (TUR)
3. Ferenc ALMASI (HUN)
3. Edgar KHACHATRYAN (ARM)
5. Amin Mohammadzaman MIRZAZADEH (IRI)
5. Nikolai IZMAILOV (RUS)


Juniorinnen
44 kg
1. Miyu NAKAMURA (JPN)
2. Svetlana ANKICHEVA (KAZ)
3. Veronika GURSKAYA (RUS)
3. Oksana LIVACH (UKR)
5. Divya TOMAR (IND)
5. Fatme Ibraimova MANDEVA (BUL)
*
12. Laura Schmitt (GER/KSV Kirrlach).

48 kg
1. Miho IGARASHI (JPN)
2. Nadezhda SOKOLOVA (RUS)
3. Miglena Georgieva SELISHKA (BUL)
3. Jade Marie DUFOUR (CAN)
5. Ya XIE (CHN)
5. Evelin del Carmen SOSA (ARG)
*
17. Annika Wendle (GER/ASV Altenheim).

51 kg
1. Kseniia NEZGOVOROVA (RUS)
2. Xuejiao LIAO (CHN)
3. Elena Heike BRUGGER (GER/TuS Adelhausen)
3. Khrystyna BEREZA (UKR)
5. Kristina Katelyn MCLAREN (CAN)
5. Jo-Cih CHIU (TPE).

55 kg
1. Mayu MUKAIDA (JPN)
2. Marina SEDNEVA (KAZ)
3. Ramona GALAMBOS (HUN)
3. Olena KREMZER (UKR)
5. Debora LAWNITZAK (GER/SV Luftfahrt Berlin)
5. Tinglin PAN (CHN).

58 kg
1. Yuzuru KUMANO (JPN)
2. Anhelina LYSAK (UKR)
3. Kayla Colleen Kiyoko MIRACLE (USA)
3. Xingru PEI (CHN)
5. Nabira ESENBAEVA (UZB)
5. Madina BAKBERGENOVA (KAZ)
*
19. Viviane Herda (GER/AC Ückerath).

63 kg
1. Ayana GEMPEI (JPN)
2. Nade DRAGUNOVA (BLR)
3. Hongli YAN (CHN)
3. Maya Gabriella NELSON (USA)
5. Devi POOJA (IND)
5. Mariia KUZNETCOVA (RUS)
*
14. Luzie Manzke (GER/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.).

67 kg
1. Koumba Selene Fanta LARROQUE (FRA)
2. Yue HAN (CHN)
3. Alexis Chyanne PORTER (USA)
3. Elis MANOLOVA (AZE)
5. Brandy Michelle PERRY (CAN)
5. Reshma Anil MANE (IND)

72 kg
1. Masako FURUICHI (JPN)
2. Daria SHISTEROVA (RUS)
3. Yauheniya ANDREICHYKAVA (BLR)
3. Chuchu YAN (CHN)
5. Gracelynn DOOGAN (CAN)
5. Anastasiia SHUSTOVA (UKR)
7. Francy RAEDELT (GER/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.).

Wettkampfkalender

Januar 2021
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